{"id":3010,"date":"2017-11-06T14:57:26","date_gmt":"2017-11-06T12:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/eoc.vision\/de\/dal-marketing-3-0-al-marketing-4-0\/"},"modified":"2021-07-06T11:17:26","modified_gmt":"2021-07-06T11:17:26","slug":"vom-marketing-3-0-zum-marketing-4-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eoc.vision\/de\/vom-marketing-3-0-zum-marketing-4-0\/","title":{"rendered":"\u2026und wieder ein Schritt: Vom Marketing 3.0 zum Marketing 4.0"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/die-rolle-der-corporate-social-responsibility-im-marketing\/\">Marketing<\/a> und seine Entwicklung sind f\u00fcr viele ein Buch mit sieben Siegeln. Erst k\u00fcrzlich sind wir von gleich zwei Unternehmern gefragt worden, was wir denn unter Marketing 3.0 verst\u00fcnden und wer diese Nummerierungen \u00fcberhaupt durchsetze. Gute Fragen.<\/p>\n<p>Die Antworten darauf finden wir in einem Buch von Philip Kotler, das den Titel \u201eMarketing 3.0\u201c tr\u00e4gt. Kotler ist der erste, der diese Bezeichnung verwendet und auch die Entwicklung dahinter erkl\u00e4rt. Die zieht sich von einem Marketing, in dessen Mittelpunkt ein Produkt steht (1.0), \u00fcber eines, das den Fokus auf den Kunden richtet (2.0), bis zu einem \u201ehumanistischen\u201c Marketing (3.0), einem also, in dem der Kunde zum Menschen wird \u2013 in all seinen Facetten und mit Geist und Herz gleicherma\u00dfen. Die Folge f\u00fcr ein Unternehmen aus alledem ist, Produkte, Dienstleistungen und Unternehmenskulturen zu entwickeln, in denen sich die menschlichen Werte widerspiegeln.<\/p>\n<p>Vor einigen Wochen hat Kotler nun ein neues Buch nachgelegt, eines, das von Marketingfachleuten gespannt erwartet wurde. In diesem Buch geht es um die Konvergenz von Technologie und Realit\u00e4t und darum, wie diese Konvergenz das Marketing in aller Welt erneut tiefgreifend ver\u00e4ndert hat. So geht es um Trends wie die <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/unternehmensnachhaltigkeit-die-grundlegenden-saulen\/\">Wirtschaft<\/a> des Teilens, um die \u201eNow Economy\u201c, um eine Omnichannel-Integration, um <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/content-marketing-nicht-zu-unterschatzen\/\">Content<\/a> Marketing, Social CRM und vieles andere mehr. Die These Kotlers ist dabei, dass die Konvergenz der Technologien auch zu einer Ann\u00e4herung des digitalen und des traditionellen Marketings f\u00fchren werde. Je sozialer wir werden, desto mehr sehnen wir uns nach Produkten, die ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr uns entwickelt wurden. Oder von Unternehmerseite her gedacht: je genauer wir unsere Kunden analysieren, desto personalisierter k\u00f6nnen unsere Produkte und Dienstleistungen angeboten werden.<\/p>\n<p>In der \u00dcbergangsphase, in der wir uns befinden, ist nun ein neuer Zugang zum Marketing gefragt, einer, der sich an die Wege anpasst, die Konsumenten in der digitalen Welt zur\u00fccklegen, und sie auf diesen Wegen begleitet. Schon daran erkennt man, dass das neue Buch Kotlers im Grunde genommen eine Vertiefung und Erweiterung des \u201ehumanistischen\u201c Marketings ist, nachdem das Menschliche jede Etappe dieser Reise des Kunden pr\u00e4gt. Der Autor erkl\u00e4rt deshalb auch im Detail, wie die Produktivit\u00e4t des Marketings gesteigert werden kann, indem man die Wege der Kunden durch die digitale Wirtschaft genauestens studiert.<\/p>\n<p>Wir pers\u00f6nlich sehen den wahren Erkenntnisgewinn des Buches dagegen in der Omnichannel-Strategie, die wir in unserer Agentur bereits seit Jahren erfolgreich verfolgen und f\u00fcr die Kotler neue Messparameter und einen g\u00e4nzlich neuen Zugang zum Marketing beschreibt. Daraus entwickelt der Autor Strategien f\u00fcr ein Marketing 4.0, das sich aus dem \u201ehumanistischen\u201c Marketing heraus entfaltet. Im Mittelpunkt steht dabei die Vermenschlichung einer <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/leitfaden-zur-markenarchitektur\/\">Marke<\/a>, indem man ihr quasimenschliche Eigenschaften zuweist. Darin besteht die eigentliche Aufgabe des \u201ehumanistischen\u201c Marketings.<\/p>\n<p>Zugleich ist es aber \u2013 immer laut Kotler \u2013 auch notwendig, die menschlichen Seiten eines Brands aufzuzeigen, damit die Kunden eine Bindung dazu aufbauen k\u00f6nnen. Um zu wissen, welche menschlichen Seiten dabei ankommen, nimmt der Autor menschliche Leader unter die Lupe, die \u00fcber keine formelle Autorit\u00e4t verf\u00fcgen. Was macht sie in den Augen ihrer Mitmenschen attraktiv? Kotler kommt auf mehrere Eigenschaften, die solche Leader in sich vereinen: ihre physische Pr\u00e4senz, ihr Sozialverhalten, Emotivit\u00e4t, Zuverl\u00e4ssigkeit und Moral. Weist ein Mensch all diese Eigenschaften auf, gilt er als komplett und wird zum Vorbild, das es zu imitieren gilt. Daraus folgert Kotler, dass Brands, die sich ihren Kunden als Freunde pr\u00e4sentieren wollen, \u00fcber genau diese Eigenschaften verf\u00fcgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Fazit ist also, dass in einer neuen \u201ehumanistischen \u00c4ra\u201c Marken immer st\u00e4rker menschliche Eigenschaften annehmen m\u00fcssen, um Kunden zu begeistern. Der Prozess beginnt dabei mit gutem Zuh\u00f6ren, detaillierten Messungen und einer empathischen Forschung, mit Hilfe derer latente Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche der Kunden ans Licht gebracht werden. Auf diese gilt es, die Marke einzustellen, und zwar durch die Entwicklung der oben genannten menschlichen Eigenschaften. Marken m\u00fcssen physisch attraktiv sein, sie m\u00fcssen die Konsumenten intellektuell ansprechen, sozial binden und auf Gef\u00fchlsebene einladend sein. Und dass dazu eine herausragende Zuverl\u00e4ssigkeit und ein ausgepr\u00e4gter moralischer Kompass kommen m\u00fcssen, liegt auf der Hand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Marketing und seine Entwicklung sind f\u00fcr viele ein Buch mit sieben Siegeln. Erst k\u00fcrzlich sind wir von gleich zwei Unternehmern gefragt worden, was wir denn unter Marketing 3.0 verst\u00fcnden und wer diese Nummerierungen \u00fcberhaupt durchsetze. Gute Fragen. 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