{"id":2615,"date":"2017-06-07T15:06:25","date_gmt":"2017-06-07T13:06:25","guid":{"rendered":"https:\/\/eoc.vision\/de\/gestire-le-aziende-unottica-lungo-termine\/"},"modified":"2021-07-06T10:50:45","modified_gmt":"2021-07-06T10:50:45","slug":"unternehmerisches-denken-ist-langfristiges-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eoc.vision\/de\/unternehmerisches-denken-ist-langfristiges-denken\/","title":{"rendered":"Unternehmerisches denken ist langfristiges denken"},"content":{"rendered":"<p>Schaden kurzfristige Strategien dem Wert eines Unternehmens?&nbsp;Immer h\u00e4ufiger wird uns diese Frage gestellt, die wir dank einer Studie beantworten k\u00f6nnen, die von 2010 bis 2014 von den beiden Analysten Dominic Barton und James Manika durchgef\u00fchrt wurde. Deren Forschungsinteresse galt zwar dem langfristigen unternehmerischen Denken, daraus kann man aber durchaus R\u00fcckschl\u00fcsse auf unsere Eingangsfrage ziehen. Barton und Manika wollten wissen, wie Unternehmen sich am Markt hielten, wenn sie langfristig ausgerichteten Strategien folgten. Untersucht wurden 615 Unternehmen, deren Verh\u00e4ltnis zwischen Investitionen und Abschreibungen (als Indikator f\u00fcr das Investitionsniveau), die R\u00fcckstellungen im Verh\u00e4ltnis zu den Ertr\u00e4gen (als Indikator f\u00fcr das Ertragsniveau) und die Entwicklung der entsprechenden Spannen.<\/p>\n<p>Weil allgemeine Vergleiche kaum m\u00f6glich und aufschlussreich w\u00e4ren und um Vorurteilen vorzubeugen, galt die Konzentration der Forscher dem Vergleich von konkurrierenden Unternehmen aus demselben Sektor, mit analogen Chancen und einer vergleichbaren Marktsituation. So wurden 167 Unternehmen&nbsp;herausgefiltert, die einer klar definierten langfristigen Unternehmensstrategie folgten. Sie dienten als Untersuchungsgruppe, die mit dem Rest der insgesamt 615 Unternehmen verglichen werden konnte.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieses Vergleichs waren klar, in vielerlei Hinsicht sogar eindeutig: langfristig orientierte Unternehmen waren wesentlich besser aufgestellt, als jene Unternehmen, die sich auf die kurzfristige Entwicklung konzentrierten. Dieser Unterschied war an den verschiedensten Finanzindikatoren abzulesen, aber auch daran, dass die langfristig ausgerichteten Unternehmen wesentlich mehr Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen imstande waren sowie \u00fcberdurchschnittliche Renditen f\u00fcr Investoren und Aktion\u00e4re erwirtschafteten. Hier ein paar der wichtigsten Daten:<\/p>\n<ul>\n<li>Durchschnittlicher Unternehmensertrag: +47%<\/li>\n<li>Durchschnittlicher Unternehmensgewinn: +58%<\/li>\n<li>Durchschnittliche Marktkapitalisierung; +36%<\/li>\n<li>Durchschnittlicher wirtschaftlicher Gewinn: +81%<\/li>\n<li>Durchschnittlich geschaffene Arbeitspl\u00e4tze: +132%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die langfristige Ausrichtung eines Unternehmens ist demnach eine <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/wirksame-b2b-kommunikation-strategien-fuer-nachhaltige-ergebnisse\/\">Strategie<\/a>, die viele CEOs nutzen sollten, um sich dem Markt zu stellen. Ihre erste Sorge sollte der Gesundheit des eigenen Unternehmens gelten und nicht dem Reichtum von Investoren und Aktion\u00e4ren. Dieser ergibt sich als logische Folge einer solchen Strategie, wie die genannte Studie zeigt.<\/p>\n<p>Leider sind wissenschaftliche Studien nicht immer das, was Investoren besonders aufmerksam lesen, weshalb sie meist eine m\u00f6glichst unmittelbare Rendite auf ihre Investitionen fordern. Und auch f\u00fcr Aktion\u00e4re sind Unternehmen in erster Linie Instrumente f\u00fcr die pers\u00f6nliche Bereicherung, egal ob man sie dabei rupft wie ein H\u00fchnchen.<\/p>\n<p>Unser Interesse bei Genetica&nbsp;gilt auch in diesem Fall Kultur und Ethik, wobei diese weit \u00fcber eine reine <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/unternehmenskultur-und-branding\/\">Unternehmenskultur<\/a> und -ethik hinaus- und in die Sph\u00e4re der gesellschaftlichen Verantwortung hineinreichen. Weitsichtig zu handeln, hei\u00dft, gerecht zu handeln, weitsichtig zu handeln, hei\u00dft, aus einem neuen Winkel auf Gegenwart und Zukunft zu blicken. Oder anders: Kapital schafft man heute mit Hilfe eines klaren, auf die lange Frist ausgerichteten Handelns und nicht \u00fcber reine Spekulation. Es sind nicht zuletzt die Daten, die uns Recht geben. Und auch die Entwicklung zeigt, dass wir richtig liegen: sie h\u00e4lt f\u00fcr alle Profitritter, f\u00fcr alle Gesellschaften und Aktion\u00e4re, die Unternehmen zerst\u00f6ren, weil es ihrem <a href=\"https:\/\/eoc.vision\/de\/unternehmensnachhaltigkeit-die-grundlegenden-saulen\/\">Profit<\/a> dient, dunkle Zeiten bereit.<\/p>\n<p>Sie kennen uns und wissen daher, dass wir nicht blau\u00e4ugig sind. Wir wissen ganz genau, dass es da drau\u00dfen Haie ohne jegliche Skrupel gibt. Es hat sie immer gegeben, es wird sie immer geben. Wenn wir aber etwas dazu beitragen wollen, eine krankende Welt zu verbessern, dann halten wir die Schl\u00fcssel dazu in Form einer einfachen Erkenntnis in der Hand:&nbsp;Wir m\u00fcssen unsere Unternehmen mit einer langfristigen Strategie vor Augen f\u00fchren, die jede Art von Kapital aufwertet: das wirtschaftliche genauso wie das Humankapital.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schaden kurzfristige Strategien dem Wert eines Unternehmens?&nbsp;Immer h\u00e4ufiger wird uns diese Frage gestellt, die wir dank einer Studie beantworten k\u00f6nnen, die von 2010 bis 2014 von den beiden Analysten Dominic Barton und James Manika durchgef\u00fchrt wurde. 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